Unfall und Rettung
- Adrian Moser

- 15. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Ein Schwefelsäurewagen Typ Zc der DR

Es gibt diese schrecklichen Momente im Leben eines Modellbauers: Man trägt auf dem Modell Farbschicht um Farbschicht mit der Airbrush auf, achtet nicht wirklich auf die Trocknungszeiten, die Farbe bildet Laufnasen. Kein Problem, denkt man, mit ein wenig Verdünner ist das leicht zu korrigieren.
Normalerweise ja, wenn man denn auch zur Flasche mit dem richtigen Verdünner greift.
In diesem Fall nein: Decapod-Farben und Isopropanol, eine Kombination, die zum unkontrollierbaren, kaugummihaften Abblättern aller Farbschichten führt!
Panik!
Aber dann, und auch das ist Modellbau, hilft häufig Geduld weiter. Das hiess in diesem Fall, die ganze Katastrophe erst einmal trocknen zu lassen und zu schauen, wie sich die unkontrolliert wilden, chemischen Prozesse verhalten würden.
Und siehe da: es entsteht ein wunderbar grossartiger Korrosionseffekt, wie ich ihn mit klassischer Chipping-Technik wohl nie hinbekommen hätte. Die etwas groben Ränder habe ich mit einem Glasfaserpinsel verfeinert und farblich mit Umbra und Weiss PanPastel-Pigmentfarben abgesetzt.
Resultat: ein glaubwürdiger (wenn auch frei erfundener) Schwefelsäure-Korrosionseffekt.
Auch schon derartige Schreckmomente erlebt? Schreibt in die Kommentare.




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